Manga: Café Liebe #1

Buchumschlag Café Liebe. Es sind Ayanokoji und Hime zu sehen, die sich anlächeln.
 
Autorin: Miman

Taschenbuch: 168 Seiten

Verlag: Tokyopop

Auflage: 1 (2018)

ISBN-13: 9783842046122

Vom Hersteller empfohlenes Alter:
ab 15 Jahren

Preis: 6,95 EUR
 
 
Darum geht es

Hime ist ein niedliches Mädchen, das ganz auf sein äußeres Erscheinungsbild bedacht ist – sie will so einen Millionär an Land ziehen und zur Oberschicht gehören. Durch ihre Träumereien abgelenkt verletzt sie ungewollt Mai, die deshalb nicht arbeiten kann. Hime übernimmt daraufhin ihren Job im Café Liebe, einem Themencafé, bei dem die Bedienungen Schülerinnen an einem fiktiven Mädchenpensionat spielen. Es fällt ihr schwer, sich in diese Umgebung einzugewöhnen, doch zum Glück erhält sie Hilfe von Ayanokoji. Einem Mädchen, mit dem sie mehr verbindet, als sie zunächst glaubt.

Aufmachung des Buches

Der Manga erscheint im Taschenbuchformat. Die ersten Seiten sind farbig bedruckt. Am Ende jedes Bandes meldet sich die Autorin zu Wort und gibt Einblicke in die Entstehung der Geschichte und ihren Alltag als Mangaka.

Umsetzung

Der Zeichenstil war für mich anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig. Doch er passt sehr gut zur Szenerie. Immer wieder gibt es in Szene gesetzte Bilder, in denen die Bedienungen ihrem Anspruch gerecht werden und Glanz und Glorie versprühen.

Am Ende des Manga erzählt Miman auf einer Doppelseite, wie sie auf die Idee zu ihrer Geschichte kam und diese zusammen mit ihrem Redakteur weiterentwickelte.

Die Figuren sind interessant und zum Teil undurchsichtig. Hime ist ein super niedliches Mädchen, das sich allein durch seine Niedlichkeit einen Millionär angeln und ein gutes Leben führen will. Abgesehen von ihrem gekonnten Auftreten, mit dem sie alle verzaubert, scheint sie allerdings keine Fähigkeiten zu haben und scheitert im Café schon an den einfachsten Aufgaben. Mai und Sumika, zwei der Gründerinnen des Cafés, bleiben in diesem Band blass, und auch über Himes Freundin Kanoko erfährt man wenig. Ayanokoji ist mir ein Rätsel. Im Café kümmert sie sich rührend um Hime, doch hinter den Kulissen scheint sie diese zu hassen. Das Ende hat mich überrascht – beide haben eine gemeinsame Vergangenheit.

Das Café stellt ein deutsches Mädchenpensionat dar. Deutsche Begriffe, die erklärt werden, werden in diesem Band in einer altertümlichen Schrift abgedruckt.

Ein Reiz dieser Geschichte ist die Wandelbarkeit der Figuren, denn alle haben zwei Gesichter. Im Café gehen sie ganz in ihren Rollen auf und benehmen sich wie vornehme Schülerrinnen. Privat aber, sind sie zum Teil ganz anders. Das sorgt bei Hime immer wieder für reichlich Verwirrung.

Auch die Sprache passt sich der Umgebung an. Sie wirkt hochgestochen, passend zu einem alten Liebesroman.

Wenn man den Eindruck hat, dass du dem Müßiggang frönst, so werde am Ende ich dafür gescholten. [Ayanokoji]

Miman: Café Liebe, 2018

Das Ende ist grandios, ich musste sofort weiterlesen, denn eine Frage beschäftigte mich die ganze Zeit: Woher kommt die Hass-Liebe zwischen Hime und Ayanokoji?

Himes Name ist übrigens passend zu ihrem Auftreten und Ziel, ein Teil der Oberschicht zu werden. Übersetzt bedeutet er nämlich „Prinzessin“.

Und hier die Kurzzusammenfassung

  • Interessante Figuren
  • Gegensätzliche Charaktere
  • Opulente Bilder

Meine Meinung

Mit Café Liebe habe ich eine neue, spannende, Manga-Reihe entdeckt. Zwischen Hime und Mitsuki gibt es keine Liebe auf den ersten Blick, ganz im Gegenteil. Umso spannender ist, wie sich die Beziehung der beiden entwickelt. Die teils opulenten Bilder kann ich mir immer wieder ansehen.

5 von 5 Sternen

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Eine Leseprobe findet ihr auf der Seite des Verlags. Es kann dort, aber auch beim Buchhändler eures Vertrauens bestellt werden.

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