Gelesen: Lichterglanz und Sternenschein

Autorin: Ursel Scheffler

Gebundene Ausgabe: 80 Seiten

Verlag: Ernst Kaufmann Verlag

Auflage: 1. (1. August 2017)

ISBN-13: 978-3780663009

Vom Hersteller empfohlenes Alter:
5 – 7 Jahren

Preis: 14,95 EUR

 

 

Alle Jahre wieder kommt Weihnachten und mit der besinnlichen Zeit auch Geschichten rund um den Weihnachtsmann und die WInterzeit.

Aufmachung des Buchs

Das Buch ist im Hardcover gebunden. Schrift und Sterne auf der Vorderseite sind golden und glänzen im Licht. Die Seiten sind etwas dicker und schneeweis, sodass die Illustrationen gut zur Geltung kommen.

Inhalt

Es handelt sich um eine Sammlung von insgesamt 20 Geschichten und Gedichten der Autorin Ursel Scheffler, die zur Winterzeit spielen. Die meisten beziehen sich auf das Weihnachtsfest, es gibt aber auch Texte, in denen nur die Winterzeit eine Rolle spielt.

Umsetzung

Die Illustrationen sind durchweg gelungen. Sie sind alle farbig, aber nicht kitschig bunt oder überladen. Für die Kinder gibt es kleine Details zu entdecken, wie eine Maus, die sich hinter einem Tannenbaum versteckt oder einem Rotkehlchen, das auf einem Ast sitzt und das Geschehen beobachtet. Besonders gefallen hat mit das Bild zu einer Geschichte, in der Vater und Sohn zusammen mit einer Tanne auf einem Schlitten ins Tal fahren.

Die Geschichten sind alle sehr abwechslungsreich. In einem Text übernachten zwei Kinder in einem Kaufhaus, um in einem Spielzeugladen die ganze Nacht spielen zu können. In einer anderen wundern sich Tiere darüber, dass es Tannen gibt, die nachts im Winter blühen und ein Schneemann wünscht sich, alle Spielgeräte auf einem Spielplatz ausprobieren zu können. In einer wird sogar erklärt, was Weihrauch ist, wie er gewonnen wird und warum er Jesus geschenkt wurde.

Mit manchen Geschichten kann ich mich nicht anfreunden. So pinkelt sich ein Junge in die Hose, da er vor seinem Auftritt beim Krippenspiel zu viel Beruhigungstee trinkt. Oder der Weihnachtsmann bedient sich moderner Technik, sodass Geschenke mittlerweile über die Datenautobahn im Internet versandt werden. Darüber hinaus sprechen verschiedene Texte von einem Spielzeugland, welches zwischen den Wolken liege. Dies ersetzt die Weihnachtswerkstatt am Nordpol.

Die Wortwahl finde ich manchmal unglücklich. Das Buch ist für Kinder ab fünf Jahren gedacht, doch welches Kind kann etwas mit Begriffen wie „Gabentisch“, „Fata Morgana“ und „Kleiber“ (das ist eine Vogelart) anfangen?

Mit der Formulierung hapert es manchmal auch. „Papa zündet den Baum an.“ (S.68). Ich vermute, dass der Vater die Lichter am Baum entzündet und nicht den ganzen Baum in Flammen aufgehen lässt.
„[…] mit Stimmen so leis wie Schnee.“ (69) Welche Geräusche macht Schnee?
„‘Das wär säär schlächt!‘, ruft der Specht […]“ (S.57). Da es in der Regel Erwachsenen sein werden, die die Texte lesen, ist es unnötig Worte abzuwandeln. Und bei Kindern, die gerade mit dem Lesen anfangen, sollte man auf korrekte Rechtschreibung achten, damit sie diese richtig lernen. Darüber hinaus reimt sich ‚schlecht‘ auf ‚Specht‘. Warum hier eine Abwandlung durchgeführt wurde, verstehe ich nicht.

Fazit

Eine nette Sammlung von Texten zur Weihnachts- und Winterzeit. Die Illustrationen sind durchgehend gut gemacht. Leider können die Geschichten zum Teil nicht überzeugen.

3 von 5 Sternen

Leseprobe und Erwerbsmöglichkeit gibt es beim Verlag

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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