Gelesen: Fotografieren für Blogger

Buchumschlag Fotografieren für Blogger
 
Autorin: Katharina Dielenhein

Broschiert: 271 Seiten

Verlag: Rheinwerk

Auflage: 1 (2017)

ISBN-13: 9783836242264

Preis: 29,90 EUR

E-Book 26,90 EUR
 
 
 
Wie kann ich meine Blogartikel mit schönen Fotos aufwerten? Diese Frage treibt mich um und deshalb habe ich mir ein Sachbuch mit reichlich Infos dazu gesucht. Technische und gestalterische Aspekte werden gleichermaßen behandelt und zwar aus der Praxis für die Praxis.

Inhalt

In diesem Buch dreht sich alles ums Fotografieren. Es lässt sich grob in drei Teilbereiche gliedern:

Welche Kamera eignet sich wofür und warum? Wie beeinflussen Blende, Verschlusszeit und ISO-Wert das Bild? Auf welche Dinge sollte ich bei der Motivwahl achten? Im ersten Teil geht es um Technik und die Gestaltung von Fotos.

Wie setzte ich mein Thema in ein ansprechendes Bild? Im Mittelteil wird anhand von verschiedenen Blogthemen, wie Essen, Familie, DIY oder Reisen gezeigt, wie die Theorie in die Praxis umgesetzt werden kann.

Bilder bearbeiten und hochladen, was muss ich wissen? Zum Schluss wird anhand von Photoshop und Lightroom gezeigt, worauf man bei der Nachbearbeitung achten sollte. Zudem erfährt man etwas über die Abmessungen, die die Bilder je nach Sozialem Netzwerk haben sollten, um ihr Potenzial zu entfalten.

Umsetzung

Gefallen hat mir die Tonalität, in der dieses Buch geschrieben wurde. Wie bei vielen Bloggern üblich, wird geduzt. Die Sprache ist dabei einfach gehalten. Auch wer keinerlei technische Vorkenntnisse hat, versteht was die Autorin meint. Oft helfen kleine Infoboxen und Visualisierungen dabei die Infos zusammenzufassen.

Mit den technischen Gegebenheiten der Kamera zu beginnen finde ich gut und richtig. Die Autorin stellt verschiedene Kameratypen vor und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen. Zu verstehen, wie Aufnahmen von Blende, Verschlusszeit und ISO beeinflusst werden ist die Grundvoraussetzung, um bewusst ansprechende Fotos schießen zu können.

Neben den technischen Aspekten werden auch ästhetische angesprochen, so zum Beispiel der bewusste Einsatz von Tiefenschärfe. Zudem erhält man Tipps und Tricks zur Bildgestaltung, also zum gezielten Einsatz von Farben, Symmetrie, Kontrasten und mehr.

Bei den praktischen Beispielen geht Katharina Dielenhein auf acht verschiedene Blogthemen ein: „Food & Kochen“, „Fashion & Beauty“, „Porträt & Familie“, „Living & Lifestyle“, „DIY & Design“, sowie „Reise & Erleben“. Jedem dieser Bereiche ist eine Tabelle vorgestellt, in der sie auflistete, welche Ausrüstung „unverzichtbar“, „empfehlenswert“ und „nice to have“ ist. Tatsächlich benötigen Blogger nicht viel Ausrüstung, um starten zu können.

Jedes Thema stellt seine eigenen Anforderungen an Ausrüstung und Bildgestaltung. Auf diese wird detailliert eingegangen. Rundherum gibt es Ratschläge, mit denen bessere Fotos entstehen können. Da es auch immer wieder auf die richtigen Hinter- und Untergründe ankommt, gibt es verschiedene Vorschläge, um kostengünstig an Materialien zu gelangen, mit denen Fotos nicht eintönig wirken.

Ich selbst habe dieses Buch gekauft, weil mich die Themen Kochen, Reisen und Bücher (diese werden unter „Living & Lifestyle“ behandelt) interessieren. Dennoch habe ich mir alle Ratschläge zu den diversen Blogthemen durchgelesen. Das solltet ihr auch tun, denn manche Tipps lassen sich auch für andere Fotos übernehmen.

Das Buch konzentriert sich allerdings mehr auf Blogs mit Freizeitthemen. Wer über Politik, Gesellschaft, Philosophie, Psychologie – also eher „ernste“ Themen – schreibt, findet hier keine Anknüpfungspunkte.

Dieses Buch richtet sich in erster Linie an Nutzer von Fotokameras. Viele Infos und Tipps, wie die Bildgestaltung, können auch mit Smartphones umgesetzt werden, bei technischen Aspekten und Ausrüstung spielen sie aber keine Rolle.

Tipps zu kostengünstigen Anschaffungen gibt es leider nur zu Untergründen und Deko. Was die Kameras selbst betrifft, schreibt Katharina Dielenhein meist über die Kameras, die sie selbst nutzt und diese sind in der Regel von Canon. Die Anschaffung von Kamera und verschiedenen Objektiven kann da schnell mehrere hundert Euro kosten. Andererseits habe ich selbst schon die Erfahrung machen müssen, dass günstige Kameras eher eine schlechte Wahl sind. Eine günstige Kompaktkamera, die ich wieder zurückgegeben habe, machte selbst im Sommer zur Tageszeit nur verwackelte Bilder…

Das letzte Kapitel über die Bildnachbearbeitung hat mir nicht geholfen. Ich nutze weder Photoshop, noch Lightroom, während kostenlose Alternativen wie GIMP vernachlässigt werden. Da dieses Kapitel nur etwa 30 Seiten umfasst und zusätzlich hilfreiche Informationen zu Formaten und SEO für Suchmaschinen und Soziale Netzwerke enthält, bleibt entsprechend wenig Platz für Erklärungen zur Bildbearbeitung.

Und hier die Kurzzusammenfassung

  • leicht verständlich
  • sehr viele Beispiele
  • klar strukturiert
  • behandelt technische und ästhetische Aspekte des Fotografierens
  • vernachlässigt Bilder mit Smartphones
  • die Bildbearbeitung kommt zu kurz

Meine Meinung

Für mich hat sich die Anschaffung gelohnt, denn ich nutze eine Fotokamera für meine Bilder und die für mich relevanten Blogthemen werden in diesem Sachbuch behandelt. Neben technischen Aspekten wird auch die Bildgestaltung umfangreich behandelt. Ich kann viele Anregungen aus diesem Buch mitnehmen. Die Regeln zur Bildgestaltung gelten auch für Smartphones, auf Technisches oder Ausrüstung für diese wird aber nicht eingegangen. Ebenso finde ich den Teil über die Bildbearbeitung zu kurz.

4 von 5 Sternen

*Werbehinweis*
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Auf der Seite des Verlags könnt ihr einen Blick ins Buch werfen. Bestellen könnt ihr Fotografieren für Blogger ebenfalls dort oder beim Buchhändler eures Vertrauens.

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