Gelesen: Buuuh!: Die schaurig-schönsten Gruselgeschichten


Autoren: Diverse

Hardcover: 80 Seiten

Verlag: Ernst Kaufmann

Auflage: 1. (2018)

ISBN-13: 978-3780663283

Vom Hersteller empfohlenes Alter:
5 – 7 Jahre

Preis: 12,95 EUR

 

 

Halloween ist zwar vorbei, aber es kommt schließlich alle Jahre wieder. Und viele Kinder interessieren sich für Gespenster, Hexen und Vampire. In diesem Buch gibt eine Sammlung von kurzen Geschichten verschiedener Autoren.

Aufmachung des Buches

Das Buch ist im Hardcover gebunden. Die Geschichten sind regelmäßig farbig illustriert. Als Zugabe gibt es eine Seite mit Stickern, die im Dunkel leuchten.

Inhalt

In diesem Buch finden sich insgesamt elf Geschichten rund um Wesen wie Vampire, Monster und Hexen. Sie sind alle in sich abgeschlossen und bauen nicht aufeinander auf.

Umsetzung

Durch die Zusammenführung verschiedener Geschichten diverser Autoren sind viele gänzlich unterschiedliche Ideen zu Gruselgeschichten zusammengekommen. So geht es unter anderem um ein Monster, das sich im Bettkasten versteckt, ein Gespenst, das von einem anderen lernen möchte, wie man andere erschreckt oder einen Vampir, der seinen Freund schminkt, damit dieser unerkannt auf eine Vampirparty mitkommen kann.

Die Sticker sind schön gemacht.

   

Einige Geschichten waren wirklich gut. So konnte ich die Anspannung von Max förmlich spüren, als er nachts mit Wolle, Klebeband und einer Taschenlampe bewaffnet den Bettkasten seines Bettes öffnet, um sich dem darin lebenden Monster zu stellen. Die Geschichte des jungen Gespenstes, das lernen wollte unheimlich zu sein, war lustig. So bindet es sich z.B. eine Eisenkugel mit Kette ans Bein, um schaurig durch das Schloss zu wandeln, doch die Kugel ist für das Gespenst zu schwer, sodass beide die Treppe hinabsausen.

Eine Schwäche dieses Buches ist, dass ein paar AutorInnen gehobene, beziehungsweise Erwachsenensprache verwenden, die von Kindern der Zielgruppe nur selten gesprochen/verstanden wird. Begriffe wie „pikiert“ (S.18 Z.30), „Funken stoben hoch“ (S.17 Z.7) oder „nestelte an seinem Hemd“ (S.20 Z.26) hätte man leicht durch kinderfreundliche Wörter ersetzen können.

An anderer Stelle finde ich immer wieder unpassende Vergleiche. „Er findet, dass [das Monster] ein wenig aussieht wie Lady Gaga, nur eben in Grün.“ (S. 28 Z.4ff.). Lady Gaga sieht man mit ihrer übertriebenen Schminke und grässlichen Kleidung eher im Klatschfernsehen. Kinder, die davor geparkt werden, kennen Lady Gaga – denen wird aber bestimmt nicht vorgelesen. Die nicht geparkten Kinder hingegen können mit dem Vergleich wahrscheinlich nichts anfangen.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ interessante Ideen
+ spannende und lustige Geschichten
– Sprache verfehlt immer wieder die Zielgruppe

Fazit

Schön zu lesen, aber nicht herausragend. Die Illustrationen sind gelungen und etliche Geschichten auch einfallsreich geschrieben. Leider wird die Sprache der Zielgruppe immer mal wieder verfehlt.

3 von 5 Sternen

Leseprobe und Erwerbsmöglichkeit gibt es beim Verlag

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Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

 

Andere Büch für Jungs habe ich hier in der Vergangheit bereits vorgestellt:

 

 

 

Zur Rezension von „Die tollsten Geschichten für Jungs“

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

 

Zur Rezension von „Ahoi, ihr Landratten!“

4 von 5 Sternen

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