Manga: We never learn #1

 

Autor: Taishi Tsutsui

Taschenbuch: 192 Seiten

Verlag: Kazé Manga

Auflage: 1 (2019)

ISBN-13: 9782889512706

Vom Hersteller empfohlenes Alter:
ab 12 Jahren

Preis: 6,50 EUR

 

Nariyuki bekommt ein Stipendium für die Uni, wenn er Rizu und Fumino Nachhilfe in der Oberschule gibt. Aber was kann er schon zwei Genies beibringen? Und kann er sich bei den beiden süßesten Mädchen der Schule überhaupt auf seine Aufgabe konzentrieren?

Aufmachung des Buches

Der Manga ist im Softcover gebunden. Lediglich der Buchumschlag ist farbig bedruckt. Die Illustrationen sind in s/w gehalten, einzelne Farbseiten gibt es nicht.

Inhalt

Nariyuki ist ein Musterschüler, der sehr viel lernt, um das VIP-Stipendium zu erhalten: Dies würde ihm erlauben nach der Oberschule auf die Uni zu gehen. Um das Stipendium zu erhalten muss er den beiden Genies Fumino und Rizu Nachhilfe geben, denn die beiden wollen genau in den Bereichen studieren, in denen sie keine Begabungen haben. Dass es sich um zwei Schönheiten handelt, macht seine Aufgabe nicht leichter.

Umsetzung

Nariyuki fand ich zu Beginn unsympathisch. Er lernt verbissen und sieht in schulischen Tests immer nur Konkurrenzkämpfe, in denen er die anderen schlagen muss. Doch der erste Eindruck täuscht: Er lernt verbissen, weil ihm das Lernen nie leicht gefallen ist. Und er muss gut sein, denn er ist auf das Stipendium angewiesen. Seine Familie ist bettelarm und kann ihn nicht unterstützen. Auf der anderen Seite will er studieren, um später einen guten Job finden und seiner Familie helfen zu können.

So wie bei Nariyuki haben auch die Genies ihre ganz persönlichen Gründe, warum sie eben nicht in den Feldern lernen und arbeiten wollen, in denen sie alle anderen überflügeln. Generell kann man an allen Figuren verschiedene Seiten entdecken.

Im Umgang mit Mädchen ist Nariyuki total unbeholfen. Oft bekommt er gar nicht mit, wie sein Verhalten wirkt. Eigentlich will er Uruka dazu bringen endlich zu lernen, denn sie ist ihm vom Direktor als weitere Nachhilfeschülerin anvertraut worden.
Als Fumino und Rizu ihn im Schwimmbad aufsuchen hockt er gerade auf der nassen, und im Badeanzug gekleideten Uruka, grinst fies und tritt auf, als wäre er ein Perverser.

‚Ich will nicht, lass miiich!‘ (Uruka)
‚He he he… Ich lass nicht mehr los… Sei nicht dumm, Widerstand ist zwecklos! Ich zeig dir von jetzt an, wie der Hase läuft…‘ (Nariyuki)

Taishi Tsutsui: We never learn #1, 2019

Zum Glück findet Fumino einen Feuerlöscher, mit dem sie Uruka hilft 😀

Alle Figuren werden mit Liebe zum Leben erweckt und sind ganz unterschiedlich. Nariyuki entpuppt sich als hilfsbereiter und freundlicher Mensch. Rizu ist emotional sehr zurückhaltend und oft beleidigt. Fumino hingegen lässt ihren Emotionen freien Lauf, wobei ihr manchmal das Taktgefühl abhandenkommt. Neben den charakterlichen Unterschieden sind sie auch alle ganz anders gezeichnet, die Vielfältigkeit gefällt mir.

Am sympathischsten finde ich Uruka und ich hoffe sehr, dass sich ihr Herzenswunsch erfüllt und sie mit Nariyuki zusammenkommt. Sie ist fast immer am Lachen und fröhlich, geht auf andere offen zu und ist dann doch super schüchtern, wenn es um Nariyuki geht.

Der Witz kommt nicht zu kurz und ich muss immer wieder lachen.

‘Du hast also Erfahrungen in der Liebe, Uruka?‘ (Rizu)
‚Äh, na ja… also… ich bin zumindest perfekt vorbereitet!‘ (Uruka)
‚Also nicht.‘ (Rizu)

Taishi Tsutsui: We never learn #1, 2019

An anderer Stelle wälzt sich Uruka verzweifelt in ihrem Bett:

‚Arrrgh! Ich hab Nariyuki die falsche Tüte gegeben! Wo gibt es denn so was?! Eine Oberschülerin, die dem Jungen, auf den sie steht, ihren getragenen, nassen Badeanzug als Geschenk überreicht?! Ich will sofort sterben!‘

Taishi Tsutsui: We never learn #1, 2019

Es handelt sich um eine komödiantische Liebesgeschichte, die sich an jugendliche Jungen richtet. Die Zielgruppe hat bestimmt Freude an den großen Brüsten und Hintern, die immer wieder in Szene gesetzt werden. Ich selbst wäre nicht böse, wenn es ein bisschen weniger davon gäbe. Expliziten Stellen werden nicht gezeigt.

Die Illustrationen gefallen mir sehr, mit einer Ausnahme: Taishio Tsutsui kann keine wütenden Gesichter zeichnen. Bei anderen Mangaka habe ich schon einige gute Zeichnungen gesehen, doch seine sehen merkwürdig aus.

Und hier die Kurzzusammenfassung

  • lustig
  • sympathische Figuren
  • abwechslungsreich
  • wütende Gesichter sehen merkwürdig aus
  • Hintern werden immer wieder in Szene gesetzt

Fazit

Die Leseprobe hat mich nicht getäuscht, dieser Manga ist super lustig. Die Figuren sind verschieden, aber jede ist sympathisch. Manches erfährt man erst auf den zweiten Blick, aber dieser lohnt sich. Die Geschichte selbst ist nicht sehr tiefgründig, dennoch fühle ich mich sehr gut unterhalten. Ich drücke Uruka die Daumen und bin gespannt, ob sie Nariyuki für sich gewinnen kann.

4 von 5 Sternen

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Hier könnt ihr einen Blick in den Manga werfen. We never Learn #1 könnt ihr bei Kazé Manga bestellen oder beim Buchhändler eures Vertrauens kaufen.

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