Gelesen: Mia schafft das schon


Autorin: Nina Hundertschnee

Hardcover: 80 Seiten

Verlag: Ernst Kaufmann

Auflage: 1. (2018)

ISBN-13: 978-3780663290

Vom Hersteller empfohlenes Alter:
5 – 6 Jahre

Preis: 10,95 EUR

 

 

Dieses Buch erzählt Ereignisse, die in der spannenden Zeit zwischen Kindergarten und Schule angesiedelt sind. Sie spielen zwischen Trennungsschmerz, wenn man die Erzieherinnen hinter sich lassen muss und der Neugierde auf das Neue und Unbekannte.

Aufmachung des Buches

Das Buch ist im Hardcover gebunden und bunt illustriert.

Inhalt

Mia ist ein kleines Mädchen, das bald in die Schule kommt. In elf kurzen, in sich abgeschlossenen Geschichten, begleitet man sie in ihrem Alltag. Sie besucht u.a. den Zahnarzt, hilft Oma und Opa im Schrebergarten und wechselt vom Kindergarten in die Grundschule.

Umsetzung

Wie jedes Kind hat natürlich auch Mia ein Lieblingstier, es heißt Wolle und ist ein Schaf, das überallhin mit muss. Das Kuscheltier ist regelmäßig zusammen mit Mia in den verschiedensten Situationen abgebildet.

Die Geschichten kommen direkt „aus dem Leben“. Die Alltagssituationen sind durchweg realistisch, doch wie der Alltag im realen Leben sind auch diese Geschichten weniger spannend. So schmuggelt sie Kekse und Eis in den Einkaufswagen (das mache ich heute noch, wenn ich meine Eltern besuche 😉 ) oder sie hat Spaß beim Essen, wenn Kelloggs zu kleinen Schiffchen in einem Milchmeer werden, die Strudeln und Wellen ausgesetzt sind.

An mehreren Stellen lacht die Mutter immer wieder, obwohl es unpassend ist. So steht sie unter Zeitdruck und sagt Mia mehrmals, dass diese sich für den Kindergarten anziehen möge. Am Ende trägt Mia die Kleidung ihrer Mutter und hat sich die Lippen mit Lippenstift angemalt. Ich kenne keine Mutter, die in dieser Situation lachte.

„Zum Glück hat Mia immer tolle Ideen, wie sie die Dinge aufregender gestalten kann, auch wenn dabei nicht immer alles glatt läuft. Doch Mia schafft das schon!“ (Klappentext). „Die kleine Mia hat ihren eigenen Kopf. Sie ist schließlich schon groß und kommt bald in die Schule. Ihre Ideen bringen sie allerdings so manches Mal in die Bredouille […]“ (Buchbeschreibung auf der Seite des Ernst Kaufmann Verlags). Zusammen mit dem Bild des Buchumschlags dachte ich, dass hier die Geschichten eines ungewöhnlichen Mädchens erzählt wird, das „wild“ ist und seinen eigenen Kopf hat. Leider erfüllt sich diese Erwartung nicht.

Die letzte Geschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen. Auf wenigen Seiten sind neun Monate untergebracht, von der Schwangerschaft bis zur Geburt des kleinen Bruders. Es gibt etliche Sprünge bei Zeiten und Orten.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ Kinder erkennen ihren Alltag wieder
– gewöhnliche Alltagsgeschichten

Fazit

Das Buch habe ich mir spannender vorgestellt. Einband und Klappentext haben mir den Eindruck vermittelt, es handele sich um ein „wildes“ Mädchen, das allerlei Abenteuer erlebt. Leider ist Mia sehr brav und die Geschichten könnten Erzählungen aus dem Leben sein, sind aber – wie der Alltag der meisten Menschen – eher unspektakulär. Für kleine Kinder sind die Texte ok, aber 5-6 jährige werden Spannung vermissen.

3 von 5 Sternen

Leseprobe und Erwerbsmöglichkeit gibt es beim Verlag

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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